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Donald R. Green
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Der kreative Arbeitsprozess ist eine immer wieder neu erlebte Auseinandersetzung mit den Spannungsmomenten menschlicher Existenz im Kontext mit der ihn umgebenden Welt.

Die Vielfalt der behandelten Motive, der stilistischen Ausdrucksweisen, erklärt sich in dem Wunsch, die Dinge von immer neuen Blickwinkeln aus zu betrachten.

Die Vielfalt der Welt; der Möglichkeiten diese Welt zu erleben, macht viel der Faszination aus, die die Malerei zur treibenden Kraft in diesem Leben gemacht hat.      

 

Wie es zu all dem hier kam:

1955   
Einstein stirbt, brüllend betrete ich die Bühne des Lebens. In Paris.

1959   
Auf das Gemälde "Der Höllensturz der Verdammten" von Peter Paul Rubens wird in der Alten Pinakothek in München ein Säureattentat verübt. Wir ziehen nach Tawern, einem kleinen Ort zwischen Mosel und Saar. Vater kauft uns Malkasten, Block und Pinsel.

1961   
Juri Gagarin freut sich drauf, einen erhebenden Blick auf die Welt zu bekommen. Ich auch - Schulbeginn.

1969   
"Oh happy day" erklingt es im Radio und ich singe mit Letzter Schultag.
Obwohl die Frau Müller hat mir die Perspektive erklärt, und wie sich die Farben eines Objektes, je nach Beleuchtung, verändern. Und was Magritte und Dali damit für Welten schaffen, macht mich total verrückt!

1970   
"Rocky Mountain School of Art" in Denver, Col., USA.  Hah! Schule kann ja doch schön sein! Hans Arp und Duchamp erklärt zu bekommen, weckt in mir die Einsicht, dass der hohen Kunst auch geistig/philosophischen Prozesse zugrunde liegen. Und von Edvard Munch und van Gogh lerne ich was übers Abbilden von Gefühlen.

1980   
Während die Chinesische Mauer unter Denkmalschutz gestellt wird, überwinde ich die Mauer zwischen der "hehren" zur "profanen" Kunst werde Werbegrafiker in einer Düsseldorfer Agentur. Anstelle der philosophischen Flausen sind nun handwerkliche Präzision und Sauberkeit gefragt. Eine gute Zeit!

1984   
Auf eigene Faust geht's weiter. Airbrush hats mir angetan. Charly Müller und Thommy Ulrich zeigen mir, wie es noch genauer geht; wie man mit dem Pinsel am Lineal vorbei supeer saubere Linien ziehen kann.

1991   
Genug der oft unverständlichen Hektik, genug des Gedränges der großen Stadt. Zurück zu den weiten Feldern, den Hügeln und Wäldern der ersten Jahre. Ich denke es ist Quatsch, zu denken, die Qualität eines Bildes läge allein in der Präzision. Ich greife zum alten, zerfransten Heizkörperpinsel... Die Kunst - die weniger profane - hat mich wieder!

2009
Mal sehen, wie es weiter geht...


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